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Thorndyke osiris
Thorndyke osiris heyne

Cover der dt. Erstausgabe

Das Auge des Osiris (The Eye of Osiris ) ist ein Roman von Richard Austin Freeman.

Der Roman erschien erstmals 1911 und ist der zweite einer ganzen Reihe von Romanen, in denen der Wissenschaftler Dr. Thorndyke im Auftrag der Polizei oder als Privatdetektiv ermittelt.

In Deutsch erschien der Roman erstmals 1990 im Heyne Verlag. 2008 folgte eine Veröffentlichung in der Reihe Fischer Crime Classic.

Handlung Bearbeiten

Ich akzeptiere die Fakten nicht unbedingt immer so, wie sie mir dargestellt werden, und ich habe unter Umständen auch meine eigene Meinung über den Fall.
(John Evelyn Thorndyke)

Handlungszeitpunkt: Juli 1904

Der Gerichtsmediziner, Dozent und Kriminalist Dr. John Evelyn Thorndyke wird von seinem ehemaligen Studenten Paul Berkeley über einen bizarren und damit interessanten Fall in Kenntnis gesetzt: Vor zwei Jahren ist der angesehene Ägyptologe John Bellingham nach seiner Rückkehr von einer Forschungsexpedition spurlos verschwunden. Zuletzt sah man ihn als Besucher im Haus seines Cousins George Hurst, und im Garten seines Bruders Godfrey fand man seinen geliebten Skarabäus-Anhänger.

Zurück blieb nur Johns vertracktes Testament: Godfrey ist sein Erbe, doch antreten kann er es nur, wenn Johns Leiche auf einem der Friedhöfe bestattet wird, die er genau vorschrieb. Ansonsten – und nur dann – soll George erben. Ohne Leiche kann Johns Letzter Wille allerdings nicht vollstreckt werden; eine verfahrene Situation, zumal Godfrey inzwischen verarmt ist.

Thorndyke ist fasziniert: Dieses Problem will er lösen! Sein junger Geschäftspartner Jervis sowie Berkeley unterstützen ihn. Dreh- und Angelpunkt der Ermittlung ist die Frage nach dem Verbleib von John Bellingham. Dieses Rätsel scheint sich endlich zu lösen, als an verschiedenen Plätzen sorgfältig ausgelöste Menschenknochen gefunden werden, die sich zum Skelett eines älteren Mannes zusammenfügen lassen. Der letzte Beweis dafür, dass dies John sterbliche Überreste sind, kann jedoch zunächst nicht geführt werden.

Es bleibt dem streng logisch denkenden und systematisch ermittelnden Dr. Thorndyke überlassen, die gleichzeitig kargen und zahlreichen Indizien zu einem Fall zu schürzen, der sich als ebenso sensationell wie wunderlich herausstellt …

Personen Bearbeiten

Anmerkungen Bearbeiten

  • In diesem Roman ist der Thorndyke-Schüler und junge Arzt Dr. Paul Berkeley der Ich-Erzähler.
  • Wie auch schon in Der rote Daumenabdruck werden auch in diesem Fall zarte Bande zwischen dem Erzähler und der in den Fall verwickelten jungen Frau geknüpft.
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