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Der Erpresser von Edinburgh ist ein Pastiche-Roman von Francis London. Diese Geschichte erschien am 19. Juli 2019 in Deutschland bei Amazon KDP als ebook und Print Ausgabe.

Zu den spannendsten, ungelösten Rätseln, die Arthur Conan Doyle hinterlassen hat, gehört die Frage, welche Frau es war, die Sherlock Holmes als erste geschlagen hat. Holmes sagt selbst über sich im September 1887 in Die fünf Orangenkerne zu John Openshaw, dass er bereits einmal von einer Dame ausgetrickst wurde. Bei dieser Dame kann es sich nicht um Irene Adler handeln, da diese erst ein halbes Jahr später, im März 1888, im Fall Ein Skandal in Böhmen die Bühne des Lebens von Sherlock Holmes betrifft.

In dieser Pastiche Erzählung wird eine Lösung vorgeschlagen und dargestellt. Francis London verlegt diesen Fall nach Edinburgh.

Inhalt Bearbeiten

Handlungszeitpunkt: Juni 1883

Watson erzählt den Fall, bei dem Holmes das erste Mal von einer Dame hereingelegt wurde innerhalb einer Rahmenhandlung, die an dem Tag spielt, als der Fall Ein Skandal in Böhmen endet.

Sir McInytre wird erpresst, der Erpresser befand sich offenbar im eigenen Haus, da er über intime Kenntnisse verfügte. Damit kamen letztlich nur noch zwei Personen infrage: Sein Neffe Matthew Asquith und seine Nichte Cathrine Maitland.

Holmes ermittelte entlang der Spurenlage und in Gesprächen mit den Verdächtigen. Wie es bereits durch Arthur Conan Doyle angedeutet wird, lässt er sich dabei von einer Dame täuschen. Es gelingt ihm schließlich nicht, diesen Fall erfolgreich zu Ende zu bringen. Er erleidet eine bittere Niederlage.

Irene Adler hat also eine Vorgängerin, der das Kunststück der Täuschung von Holmes bereits fünf Jahre früher gelungen ist.

Personen Bearbeiten

Handelnde Kanon-Personen
Erwähnte Kanon-Personen
Neue handelnde Personen

Erwähnte Fälle (Kanon) Bearbeiten

Anmerkungen Bearbeiten Bearbeiten

  • Der Fall Der Erpresser von Edinburgh wird von Francis London noch in zwei weiteren Fällen erwähnt. In Die Juwelen von Bishopgate erwähnt Sherlock Holmes Lady Maitland, die Art und Weise der Erwähnung legt einen emotionalen Bezug nahe. In Die Militärkonferenz verwendet Sherlock Holmes diesen Fall als Erklärung dafür, dass es ihm bereits einmal gelungen sei, Griffspuren nachzuweisen. Jedoch scheinen Watson in den damaligen Aufzeichnungen Fehler passiert zu sein, da er wiedergibt, dass Sherlock Holmes ihm von diesem Fall noch nicht erzählt hätte. Der Fallbericht zum Erpresser von Edinburgh stammt allerdings aus der Feder von Watson, der seine aktive Mithilfe darlegt.
  • Monographien sind ein wesentlicher Bestandteil von Sherlock Holmes, wie ihn Arthur Conan Doyle schildert. Dieser Wesenszug von Sherlock Holmes taucht auch in dieser Erzählung wieder auf. Watson schildert, dass Holmes seit längerem beabsichtigt, eine Monographie über die Eigenschaften verschiedener Papiersorten zu verfassen. Wer die Erzählung Ein Skandal in Böhmen gelesen hat, wird sich erinnern, dass Holmes auch dabei detaillierte Kenntnisse über Papiersorten vorweisen kann.
  • Dr. Watson greift im Verlauf der Geschichte nach einem Buch, das von einem irischen Schriftsteller verfasst wurde und den Titel ‚Poems‘ trägt. Zeitlich passend wäre, dass es sich hierbei um das gleichnamige Werk von Oskar Wilde handeln würde.
  • In diesem Fall wird Holmes damit konfrontiert, dass die Spurenlage verändert wird, nachdem er die Ermittlungen begonnen hat. Dies erinnert an Der Baumeister aus Norwood, bei dem nachträglich ein Fingerabdruck hinzugefügt wurde. In dem vorliegenden Fall begreift Sherlock Holmes den Umstand der Fälschung allerdings zu spät.
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