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Der Fall des Mannes, der gesucht wurde (The Case of the Man who was Wanted) ist eine Geschichte, die im Nachlass von Sir Arthur Conan Doyle gefunden wurde und wahrscheinlich um das Jahr 1914 entstand. Sie gehört zu den Apocrypha.

Inhalt Bearbeiten

Handlungszeitpunkt: Spätherbst 1895

Holmes wird nach Sheffield gerufen, um den flüchtigen Jabez Booth zu finden. Doch nachdem es Inspektor Lestrade gelingt eine heiße Spur zu finden, sieht es zunächst so aus als wären die Dienste des Detektivs nicht weiter erforderlich.

Personen Bearbeiten

Handlungsort Bearbeiten

In London:


In Sheffield:

In England:

Andernorts:

Anmerkungen Bearbeiten

  • Die anfängliche Datierung des Falls auf 1895 passt nicht mit Watsons Aussagen zusammen, dass er noch verheiratet sei und eine eigene Praxis besitze. Die Tatsache, dass er Kate Whitney erwähnt lässt keinen Zweifel daran, dass er sich bei seiner Frau auf die 1895 bereits verstorbene Mary Morstan bezieht.
  • Später sagt Watson über die Wohnung von Booth, in die dieser im Januar 1881 einzog, er habe dort mehr als sieben Jahre lang gewohnt. Was natürlich sachlich richtig, aber eine sehr ungewöhnliche Beschreibung ist.

Veröffentlichung und Entstehung Bearbeiten

Der Text wurde in den 40er Jahren im Nachlass von Sir Arthur Conan Doyle entdeckt, als Hesketh Pearson nach Material für seiner Biographie Conan Doyle: His Life and Art suchte.

Pearson verfasste später einen Artikel für das Strand Magazine, welcher in der Ausgabe vom August 1943 veröffentlicht wurde. In diesem berichtete er über seine verschiedenen Funde, zu denen neben Der Fall des Mannes, der gesucht wurde auch eine weitere Geschichte mit dem Titel Das Abenteuer um den großen Mann gehörte.

Nach Anfragen von mehreren Verlegern gab Denis Conan Doyle schließlich die Genehmigung, die Geschichte in der Augustausgabe 1948 des amerikanischen Magazins The Cosmopolitan zu veröffentlichen. In England erschien sie erstmals im Januar des folgenden Jahres im Sunday Dispatch.

Kurze Zeit später meldete sich ein englischer Architekt namens Arthur Whitaker bei Doyles Erben, der angab, selbst der Urheber der Geschichte zu sein. Er hatte sie 1914 an Conan Doyle mit dem Vorschlag für eine Zusammenarbeit zugeschickt. Dieser hatte die Anfrage damals abgelehnt, ihm die Handlung aber für 10 Pfund abgekauft.

Die Geschichte wird daher teilweise auch als die erste Pastiche angesehen. Jedoch gilt es bei Holmes-Forschern bis heute als umstritten, ob die gefundene Version wirklich vollständig von Whitaker stammt, oder sie von Conan Doyle vorher nochmal überarbeitet wurde.

Eine deutsche Übersetzung der Geschichte erschien im Band Die Wahrheit über Sherlock Holmes.

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