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Daumen
Roter daumen 1

Der rote Daumenabdruck (The Red Thumb Mark) ist ein Roman von Richard Austin Freeman.

Der Roman erschien erstmals 1907 und ist der erste einer ganzen Reihe von Romanen und Erzählungen, in denen der Wissenschaftler Dr. Thorndyke im Auftrag der Polizei oder als Privatdetektiv ermittelt.

In Deutsch erschien der Roman vermutlich erstmals 1932 im Verlag Avalun-Presse. 1972 folgte eine Veröffentlichung in der Reihe Heyne Crime Classic.

Handlung Bearbeiten

Ein Fingerabdruck ist ein Indiz, weiter nichts. Zugegeben, ein wichtiges und bedeutsames, aber letztlich eben doch nur ein Indiz, das, wie jedes andere, im Hinblick auf seine Beweiskraft gewogen und gemessen werden muß
(John Evelyn Thorndyke)

Handlungszeitpunkt: März 1901

Dr. Christopher Jervis trifft nach 6 Jahren seinen Kollegen Dr. John Evelyn Thorndyke wieder und muss eine erstaunliche Veränderung in dessen Leben feststellen: Thorndyke arbeitet nicht mehr als einfacher Arzt, sondern ist als wissenschaftlicher Sachverständiger in Kriminalfällen tätig und ermittelt selbst als Privatdetektiv. Sogleich wird Jervis in einen neuen Fall miteinbezogen: Juwelen im Wert von 30 000 Pfund sind verschwunden. Sie wurden aus einem Panzerschrank gestohlen, der offensichtlich mit einem Nachschlüssel geöffnet wurde. Für die Tat kommt nur ein Mann in Frage: Reuben Hornby. Dieser beteuert seine Unschuld, obwohl ein roter Daumenabdruck von ihm in dem Safe gefunden wurde. Für Scotland Yard ist der Fall klar, nur Dr. Thorndyke hat seine Zweifel. Er und seine Helfer Dr. Jervis und der Diener Polton stehen vor einem fast unlösbaren Problem, denn es gibt kein überzeugenderes Indiz als einen Fingerabdruck...

Personen Bearbeiten

Anmerkungen und Besonderheiten Bearbeiten

  • Im Gegensatz zu den Romanen und Erzählungen von Arthur Conan Doyle, erfährt man in diesem Roman viel über das viktorianisch-edwardische Rechtssystem und der Autor gibt Dr. Thorndyke viel Gelegenheit, dieses zu kritisieren.
  • Im Verlauf der Handlung bezieht Dr. Jervis ein Zimmer in Dr. Thorndykes Wohnung. Die Umstände werden jedoch nie benannt, außer dass Thorndyke seinen Freund relativ früh im Roman einen guten Gesellschafter nennt. Während Jervis bis zum 8. Kapitel von Thorndykes Wohnung spricht, erwähnt er dann plötzlich sein Zimmer.
  • Jervis bezeichnet Polton an einer Stelle als beinahe so schlimm wie eine übermäßig besorgte Haushälterin. Ist dies möglicherweise eine Spitze des Autors gegen eine bekannte Dame, die ebenfalls für einen berühmten Detektiv tätig ist?
  • Rezension
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