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Inhaltsangabe zum Film Eine Pfeife in Amerika‎‎ von 1987

In der Anfangsszene des Films wird ein Mann vor seiner Haustür von einem Verfolger mit einer Waffe in der Hand gestellt. Der Fremde verlangt Geld, das ihm angeblich gehören soll, und der Verfolgte lässt ihn ins Haus. Es gelingt ihm, in einem Terminkalender unbemerkt das Wort "Small" hineinzukritzeln, dann verwickelt er seinen Gegner in einen Kampf, bei dem ein Schuss fällt. Danach wird eine Leiche in den Wohnzimmerteppich gehüllt und in Brand gesetzt.

Jane Watson, eine Urenkelin von Dr. Watson, führt in Boston, Massachusetts ein Leben als Detektivin. Allerdings steckt sie in finanziellen Schwierigkeiten, da sie ihren Beruf von einer oftmals zu menschlichen Seite angeht, ohne dafür ein Honorar zu verlangen, sehr zum Frust ihrer treuen Sekretärin Miss Houston. Somit ist Jane letztendlich gezwungen, das alte Anwesen ihres Urgroßvaters in England zu verkaufen. Als sie sich dorthin begibt, um die notariellen Angelegenheiten zu klären, übergibt der Notar ihr einen Kasten mit Anweisungen, die sie in den Keller des Anwesens führen. Dort findet sie seltsame Apparaturen vor und eine Kapsel, in der sich ein tiefgefrorener menschlicher Körper befindet, und gemäß den Anweisungen taut sie ihn wieder auf.

Der Mann in der Kapsel entpuppt sich als niemand anderes als der legendäre Detektiv Sherlock Holmes, der einstige Weggefährte ihres Urgroßvaters. Dieser hatte sich im Jahre 1901 einfrieren lassen, nachdem er durch eine Falle, die ihm einer der Brüder seines Erzfeindes Moriarty gestellt hatte, mit der Beulenpest infiziert wurde. Da es zu seiner Zeit kein Gegenmittel dagegen gab, hatten Holmes und Watson eine primitive kryogenische Anlage entwickelt, um Holmes so lange im Tiefschlaf überdauern zu lassen, bis sich ein Mittel gegen diese tückische Krankheit finden lassen würde. Jane transportiert Holmes zum nächsten Arzt, doch dieser macht ihnen ziemliche Schwierigkeiten, da er gerne erfahren möchte, wie die Beulenpest wieder in Erscheinung treten konnte. Als er das Behandlungszimmer verlässt, um ein psychatrisches Institut zu informieren, dass er es mit zwei Verrückten zu tun hat, gelingt es Jane, mit Holmes und einer Dosis des benötigten Medikaments aus der Praxis zu flüchten.

Als sie in London angekommen sind, muss Holmes zu seiner immensen Überrachung feststellen, wie sehr sich die Welt inzwischen verändert hat. Ohne eine richtige Alternative in Sicht nimmt er Janes Angebot an, mit ihr nach Boston zu reisen (wobei er sich mit der für ihn neuartigen Fortbewegunsmethode des Fliegens nicht so recht anfreunden kann). Zurück in Amerika jedoch geraten sie gleich in einen mysteriösen Fall: Jemand hat in der Zwischenzeit Janes Detektei verwüstet und eine Nachricht mit der Unterschrift "Small" hinterlassen, die Rache an den "Vier" ankündigt. Gleich darauf werden sie von einer Frau namens Violet Morstan aufgesucht, die sie um Hilfe bei der Auflösung des Mordes an ihrem Vater, einem ehemaligen FBI-Agenten namens Carter Morstan, bittet. Zugleich wird dabei klar, dass die Nachricht aus der Detektei anscheinend an sie gerichtet war, da ihr Haus und die Detektei eine ähnliche Adresse besitzen. Violet bittet Watson um Hilfe, und Holmes (unter seinem alten Decknamen "Holmes Sigerson") schließt sich ihr bei der Untersuchung des Falles an.

Als Holmes und Watson Morstans Vergangenheit beim FBI untersuchen, stellen sie fest, dass die Chefetage seltsamerweise in diesem Fall dichthält. Zudem werden sie von einem jungen Mann namens Tobias Gregory angesprochen, der sich als recht hilfreich erweist. Mit einigen Hinweisen gelingt es ihnen, einen alten Freund von Morstan, Bart Sholto, ausfindig zu machen, der womöglich das nächste Opfer von Small werden soll. Als sie jedoch bei ihm ankommen, wird dieser ermordet, und dem Täter gelingt es zu fliehen. Zudem stellt der misstrauische Holmes Nachforschungen über ihre neue Bekanntschaft an, und in die Enge gedrängt, gibt Tobias schließlich zu, dass er für das FBI arbeitet und sie beschatten sollte, da sie sich sehr für den Fall Morstan interessiert hatten.

Angesichts der neuen Situation entschließt Tobias' Chef, mit Holmes und Watson zusammen zu arbeiten, und die beiden erfahren, dass neben Morstan und Sholto noch zwei weitere Agenten, Ray Singer und Charles Ross, vor sechs Jahren aus dem FBI ausgeschieden sind, nachdem interne Untersuchungen wegen verschwundener Beweise in einer Falschgeldaffäre in die Wege geleitet worden waren. Nur ein Teil des Geldes wurde im Besitz eines Mannes namens Hall Pycroft vorgefunden, und zudem hatten Singer und Ross an einer Flugzeugentführung gearbeitet, die von einem gewissen Small ausgeführt worden war und dem es gelang, nach der Tat unterzutauchen. Holmes und Watson stellen auch fest, dass Morstan für einen Ex-Agenten einen erstaunlich hohen Lebensstandard gepflegt hat, angeblich wegen eines Patents für einen elektronischen Mikrochip für Audioaufnahmegeräte.

Allmählich finden die beiden heraus, dass Pycroft, der Mann, der mit dem Falschgeld erwischt wurde, in Wirklichkeit Small ist und dass Morstan und seine Kollegen das Lösegeld für die Flugzeugentführung unterschlagen und Small dafür mit dem von ihnen gestohlenen Falschgeld ausgezahlt hatten; daher wäre die Theorie, dass Small Rache an seinen Betrügern und das richtige Geld sucht, das wohl logischste Motiv des Falles. Mit einem Trick gelingt es Holmes, zuerst Singer aus seinem Versteck zu locken, um ihn vor Small zu warnen, doch gleich im Anschluss wird dieser ebenfalls noch vor Ort ermordet. Am Ende spüren sie noch Ross auf, bevor Small zu ihm stoßen kann, und werden von ihm zum Versteck der Beute geführt. Doch als sie das Geld ausgraben wollen, finden sie nur eine Nachricht mit der Unterschrift "Small" vor.

Erst als sie sich den Fall nochmal durch den Kopf gehen lassen, kommt Holmes auf die Idee, dass der ganze Fall nichts weiter als ein raffiniertes Täuschungsspiel war. Indem sie vorgeben, Violet Morstan als Smalls Komplizin zu verhaften, locken sie den wahren Täter ans Tageslicht: Es war nicht Carter Morstan, sondern Small, der beim einleitenden Kampf ums Leben gekommen war. Morstan hatte daraufhin beschlossen, Smalls Namen und Motive zu benutzen, um seine Komplizen zu ermorden, bevor sie das von ihnen unterschlagene Geld, das er in der Zwischenzeit heimlich für sich eingenommen hatte, nach der Verjährung des Falles ausgegraben und dadurch seinen Betrug entdeckt hätten. Morstan hatte Holmes und Watson absichtlich auf den Fall aufmerksam gemacht, um mit ihrer unbeabsichtigten Hilfe und einem Abhörgerät seine untergetauchten Partner auffinden zu können. Allerdings kommen Holmes und Watson ihrerseits nicht unvorbereitet: Das FBI ist bereits zur Stelle und verhaftet Morstan. Damit wird der Fall glücklich abgeschlossen, und Holmes, Jane und Tobias sehen einer guten Zusammenarbeit für die Zukunft entgegen.

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