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Gree-03

Harold Latimer (rechts) hat Mr. Melas in seiner Gewalt (Illustration: Sidney Paget)

Harold Latimer ist eine Figur der Kanon-Erzählung Der griechische Dolmetscher.

Der kräftige, breitschultrige junge Mann engagiert Mr. Melas als Dolmetscher. Er bedroht ihn mit einem Knüttel und bringt ihn in einer Droschke, deren Fenster mit Papier abgeklebt sind, in ein abgelegenes Haus. Dort zwingt er Melas, dem gefangen gehaltenen Paul Kratides Fragen zu stellen und dessen Antworten zu übersetzen. Als dieses Unternehmen durch das Auftauchen von Pauls Schwester Sophia unterbrochen wird, schickt man Melas wieder zurück.

Doch kurz darauf wird Melas erneut von Latimer entführt. Diesmal wollen er und sein Partner Wilson Kemp keine Zeugen für ihren Plan hinterlassen. Sie fesseln ihre beiden Gefangenen, entzünden ein Holzkohlefeuer und verschwinden mit Sophia.

Es stellt sich heraus, dass Latimer die wohlhabende junge Griechin in England kennengelernt hatte und Einfluss über sie gewann. Er überredete sie zur Flucht, um an das Vermögen ihrer Familie zu kommen. Die alamierte Familie schickte Sophias Bruder nach England, der sich unbedachterweise direkt an Latimer und Kemp wandte. Diese nahmen ihn gefangen und wollten ihn zwingen, Papiere zu unterschreiben, mit denen sein eigenes und Sophias Vermögen an sie gegangen wäre. Inwiefern sein Partner Kemp die treibende Kraft hinter diesem Plan war, bleibt offen, scheint jedoch wahrscheinlich.

Monate später erfahren Sherlock Holmes und Dr. Watson aus der Zeitung, dass in Budapest zwei Männer, die in Begleitung einer jungen Frau reisten, erstochen wurden. Ob Sophia den Tod ihres Bruder rächte, oder die beiden sich gegenseitig umbrachten, bleibt offen.

Latimer im Film Bearbeiten

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