Jephro Rucastle ist eine Figur des Kanon-Falls Die Blutbuchen.
Er ist der Herr des Anwesens The Copper Beeches in Hampshire und sucht über die Agentur Westaway in London nach einer Gouvernante für seinen Sohn Edward.
Miss Violet Hunter entspricht seinen Anforderungen und er macht ihr ein verlockendes Angebot: 100 Pfund im Jahr. Doch dafür soll sie sich, neben anderen merkwürdigen Wünschen, auch das Haar abschneiden, was sie vorerst ablehnt.
Violet beschreibt Rucastle folgendermaßen:
...ein ungeher dicker Mann mit einem sehr freundlichen lächelnden gesicht und einem hroßen schweren Kinn, das in Falten über Falten zu seiner Kehler hinunterwogte; er hatte eine Brille auf der Nase... Er sah so gemütlich aus, daß es eine richtige Freude war, ihn anzuschauen.
Rucastle wendet sich schriftlich an Miss Hunter und erhöht sein Angebot, woraufhin Violet nach einem Gespräch mit Sherlock Holmes ihr Haar schneidet und nach Hampshire fährt.
Doch nach und nach entpuppt sich der Herr des Hauses als ruppiger Mann, der Violet sogar bedroht, als sie sich unerlaubt Zugang zu einem unbewohnten Teil des Hauses verschafft. Es stellt sich heraus, dass Rucastle dort seine Tochter aus erste Ehe gefangen hält, um so deren Hochzeit und damit den Verlust ihrer Erbschaft zu verhindern.
Als er sich von Holmes und Watson ertappt fühlt, versucht er zu fliehen, wird dabei aber selbst Opfer des bissigen Hundes Carlo, der die Flucht der Tochter verhindern sollte.