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Als großer Fan von Sherlock Holmes war es für mich ein Muss dieses Buch zu kaufen. In diesem zweiten Teil versuchte Adrian Conan Doyle (der Sohn Arthur Conan Doyles) erneut in den Originalgeschichten nur erwähnte Fälle zu verschriftlichen.

Allerdings ging er mit den Vorgaben aus den Kanon-Fällen ehrlich gesagt ziemlich schlampig um. Teilweise werden irgendwelche elementaren Handlungen von Figuren ganz weggelassen oder anderen Personen zugeschrieben. An einer Stelle schrieb er sogar, dass Watson was beiläufige Bemerkungen angehe, öfter aus versehen falsche Angaben gemacht hätte, womit er offensichtlich versuchte diese Unstimmigkeiten allerdings auch nur bei einer Geschichte zu begründen. In diesem Fall war es konkret so, dass eine Figur nicht verhaftet wurde, sondern in der Themse ertrank.

Des weiteren weisen einige der Geschichten auch inhaltliche Ähnlichkeiten zu Kanon-Fällen wie z.B. "Das gesprenkelte Band", "Die fünf Orangenkerne", "Charles Augustus Milverton" oder "Ein Skandal in Böhmen" auf. Zudem duzen sich Holmes und Watson auch permanent in den Erzählungen, was man als Fan natürlich nicht so wirklich toll findet.

Alles in allem gebe ich aber dennoch 3 von 5 Punkten, da die Erzählungen von den vielen Ungenauigkeiten abgesehen´, schon einer richtigen Sherlock Holmes-Geschichte würdig sind. Die Erzählweise entspricht zudem dem ursprünglichem Stil, die bekannten Hauptfiguren handeln ihrem Charakter nach angemessen und die Kriminalfälle sind fundamentiert auf den Grundsätzen der weltlichen Logik.

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