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AustenFreeman

Richard Austin Freeman

Richard Austin Freeman (* 11. April 1862 in Marylebone, London, England; † 28. September 1943 in Gravesend, Grafschaft Kent, England) war ein britischer Kriminal-Schriftsteller. Er schrieb seine Romane und Kurzgeschichten auch unter dem Kürzel R. Austin Freeman, Austin Freeman und unter dem Pseudonym Clifford Ashdown.

Leben Bearbeiten

Freeman war ausgebildeter Apotheker und studierter Mediziner und widmete sich zunehmend der Schriftstellerei. Während des Ersten Weltkrieges diente Freeman als Captain in dem Royal Army Medical Corps in Maidstone, Kent. In dieser Zeit war er weiter als Schriftsteller tätig. Nach dem Krieg verlagerte Freeman sein Interesse und wurde Mitglied der Eugenics Society, einer der zahlreichen Gesellschaften, die eine Vorherrschaft der „rassisch reinen Angelsachsen“ forderte. Unter diesem Gesichtspunkt schrieb Freeman 1921 das Buch Social Decay and Regeneration. Freeman tadelte die industrielle Revolution als Ursache eines angeblichen völkischen Niedergangs und favorisierte die Rückkehr zu einer gesunden, bäuerlich geprägten Gesellschaftsordnung. Bis 1942 schrieb R. Freeman weitere dreißig Romane und Kurzgeschichtensammlungen.

R. Austin Freeman starb am 28. September 1943 in seinem Haus in Gravesend.

Romney Pringle Bearbeiten

Romney pringle 1

1902 veröffentlichte Freeman gemeinsam mit dem Gefängnisarzt und Anwalt John James Pitcairn (1860-1936) das Buch The Adventures of Romney Pringle, welches 6 Erzählungen um den Gentleman-Dieb Romney Pringle enthält. Diese Figur wurde von Freeman und Pitcairn in Anlehnung an den erfolgreichen A. J. Raffles geschaffen.

1903 erschien dann der Sammelband The Further Adventures of Romney Pringle.

Pringle in DeutschlandBearbeiten

1920 erschien im Carl Henschel Verlag in der Reihe Tribunalbibliothek der Sammelband Romney Pringle: Sechs Gaunerstreiche eines Weltmannes und enthält die Erzählungen:

  • Der assyrische Jungbrunnen
  • Durchs Auswärtige Amt
  • Die Erbin aus Chicago
  • Die Eidechsenschuppe
  • Die Similibrillanten
  • Die Hochlandsnovelle

In der Sammlung Die Rivalen des Sherlock Holmes erschienen die Pringle-Abenteuer Das Assyrische Verjüngungsmittel und Das Unterseeboot.

Dr. Thorndyke Bearbeiten

1907 erschien Freemans allein geschriebener Roman The Red Thumb Mark, in dem erstmals der Gerichtsmediziner Dr. John Evelyn Thorndyke ermittelte. Dieser Roman war der erfolgreiche Start der Dr.-Thorndyke-Geschichten und zugleich der meistgekaufte Kriminalroman dieser Reihe. Mit seinem Protagonisten Dr. Thorndyke, ließ Freeman seine naturwissenschaftliche Bildung einfließen, die er geschickt mit dem zeitgenössischen kriminalistischen Wissen verknüpfte. Sachliche Schlussfolgerungen kann seine Romanfigur Thorndyke stets mit soliden Beweisen untermauern, die er sich in langwieriger und komplizierter Laborarbeit, über die er sein Publikum ausgiebig informiert, verschafft hat. Der letzte Dr. Thorndyke-Roman erschien 1942.

Thorndyke-VeröffentlichungenBearbeiten

  • The Red Thumb Mark (1907)
  • John Thorndyke's Cases (1909, Erzählungen)
  • The Eye of Osiris (1911)
  • The Mystery of 31, New Inn (1912)
  • The Singing Bone (1912, Erzählungen)
  • A Silent Witness (1914)
  • The Great Portrait Mystery (1918, Erzählungen)
  • Helen Vardon's Confession (1922)
  • The Cat's Eye (1923)
  • Dr. Thorndyke's Casebook (1923, Erzählungen)
  • The Mystery of Angelina Frood (1924)
  • The Shadow of the Wolf (1925)
  • The Puzzle Lock (1925, Erzählungen)
  • The D'Arblay Mystery (1926)
  • A Certain Dr Thorndyke (1927)
  • The Magic Casket (1927, Erzählungen)
  • As a Thief in the Night (1928)
  • Mr Pottermack's Oversight (1930)
  • Pontifex, Son and Thorndyke (1931)
  • When Rogues Fall Out (1932)
  • Dr Thorndyke Intervenes (1933)
  • For the Defence: Dr Thorndyke (1934)
  • The Penrose Mystery (1936)
  • Felo de se? (1937)
  • The Stoneware Monkey (1938)
  • Mr Polton Explains (1940)
  • The Jacob Street Mystery (1942)

Thorndyke in DeutschlandBearbeiten

Nachdem der Roman Gewagtes Spiel 1914 bei Moewig & Höffner und 1928 im Axia Buchverlag erschien, wurden in den 1930er Jahren einige der Thorndyke-Romane im Avalun-Verlag veröffentlicht. In den 1970er Jahren erschienen weitere Romane in der Reihe Heyne Crime Classic. 2008 erschien Das Auge des Osiris im Fischer Taschenbuchverlag mit dem werbeträchtigen Slogan CSI vor 100 Jahren. Eine Veröffentlichung aller Thorndyke-Abenteuer in Deutschland liegt bisher nicht vor.

Folgende Thorndyke-Romane erschienen in deutscher Übersetzung:

In der Sammlung Die Rivalen des Sherlock Holmes erschien die Thorndyke-Geschichte Die aramäische Geheimschrift.

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