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Rezensionen zu dem Pastiche-Roman Sherlock Holmes und das Geheimnis von Mayerling:

Von Wiggins68Bearbeiten

Der Roman ist äußerst kurzweilig geschrieben und bietet eine Menge Lokalkolorit, verpackt in eine glaubwürdige Story. Gerhard Tötschinger lässt sich Zeit mit seinen Schilderungen und gibt auch Raum für Nebensächlichkeiten, was dem Buch außerordentlich gut tut, vermittelt er so doch eine Authentizität, die viele Romane nicht haben, die sich nur auf die eigentliche Handlung beschränken. Besonders gut gefallen hat mir die mehrfache Erwähnung meiner Heimatstadt auch wenn sie zur eigentlichen Handlung nichts beiträgt. Es gibt eine Fülle an Hintergrundinformationen zu Watsons früherem Leben, ehe er Sherlock Holmes kennen lernte, aber auch zu dem Leben des Meisterdetektivs lässt sich der Roman aus. Dabei basieren diese Hinweise auf der Holmes-Biographie von Nick Rennison, und es ist wie ein kleines Geschenk für die Fans das selbiger zwar nicht auftritt aber immerhin von Holmes insofern erwähnt wird, das er sich mit ihm treffen will, da dieser sein Leben aufzeichnen möchte. Das erste Drittel des Romans dient eher als Vorstellung des Hintergrundes und als Begründung weshalb Holmes und Watson in die darauf folgenden Ereignisse involviert sind. Der Autor versteht es ausgezeichnet diesen Hintergrund nicht trocken und bieder dem Leser zu unterbreiten, sondern ihn so aufzubereiten das man ganz automatisch mehr wissen will. Das der Roman bei den Schilderungen der Handlung nicht immer bei Holmes und Watson bleibt, sondern im weiteren Verlauf des Geschehens immer häufiger und immer länger bei den Anarchisten verweilt, ist etwas gewöhnungsbedürftig. Später wirkt es sogar so das Holmes und Watson nur Nebenrollen innehaben und der Handlung nur wenig beitragen. Dennoch fällt es schwer das Buch aus der Hand zu legen. Vor allem österreichische Leser dürften ihre helle Freude daran haben, aber auch all anderen Holmes-Fans werden ihren Spaß daran finden. Der Roman fügt sich wunderbar in den Kanon ein und man merkt es dem Autor an, dass er die Materie und die Hauptpersonen kennt und die Biographie von Rennison verinnerlicht hat. (Quelle: Sherlock Holmes Forum)

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