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Rezension zur Pastiche-Erzählung Sherlock Holmes und die Tochter des Henkers von Antje Ippensen & Margret Schwekendiek, aus dem Sammelband Sherlock Holmes und die Tochter des Henkers.

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In dieser etwas rührseligen Geschichte geht es weniger um einen Kriminalfall, als um den Kampf für Frauenrechte im Vereinigten Königreich an der Wende vom XIX. zum XX. Jhdt. Eine Hauptrolle dabei spielen logischerweise die Suffragetten. Sherlock Holmes, der hier als Erzähler seine eigenen Gedanken und Worte zum Ausdruck bringen darf, wird nicht gerade sympathisch und schon gar nicht als Verfechter der Gleichberechtigung präsentiert. Als Milieu- bzw. Charakterstudie mag das funktionieren. Die Kriminalerzählung scheitert allerdings bereits daran, daß Miss Cameron selbst den Detektiv aufsucht, um den „Mörder“ ihres Vaters zu enttarnen. Ihr Motiv zu diesem Schritt wird nie erklärt, ist genau betrachtet selbst als Ablenkungsmanöver – wofür auch immer – völlig sinnlos.

M.L.

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