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Sherlock Holmes und die seltsamen Särge

Sherlock Holmes und die seltsamen Särge ist ein Pastiche-Sammelband von Barbara Büchner mit Illustrationen von Crossvalley Smith, der 2014 im Fabylon Verlag erschien. Es ist der 5. Band der Reihe Meisterdetektive

Enthaltene Geschichten Bearbeiten

  1. Sherlock Holmes geht eine Wette ein (8 Seiten)
  2. Die grausame See (34 Seiten)
  3. Raubtiere (33 Seiten)
  4. Mächte der Finsternis (44 Seiten)
  5. Die seltsamen Särge (27 Seiten)
  6. Khurat Khan (18 Seiten)
  7. Der ungelöste Fall (6 Seiten)

Inhalt Bearbeiten

Watson berichtet von einigen Rätseln, die Holmes zwischen Spätherbst und Frühlingsbeginn, teils mit Watsons Hilfe und Intuition, öfters auch unter Nutzung der Ressourcen von Scotland Yard, insbesondere Inspektor Lestrades, aufklärt. Nicht in jedem Fall handelt es sich dabei übrigens um ein Verbrechen.

Im ersten Kapitel erzählt Watson, wie Holmes anläßlich eines geselligen Abends als Gast bei einem katholischen Bischof seine Behauptung, er könne jeden Fall lösen, wenn er nur ausreichend materielle Hinweise oder auch nur Zeugenaussagen geliefert bekomme, mit einem regelrechten Wettvertrag Skeptikern seiner Fähigkeiten gegenüber besiegelt.

Ab dem Kapitel um „Die grausame See“ berichtet Watson von Fällen in loser Folge. Manche unterliegen dem Wettvertrag (siehe Kapitel 1, „Sherlock Holmes geht eine Wette ein“), andere werden entweder von Klienten oder von der Polizei, gewöhnlich Inspektor Lestrade, an ihn herangetragen. Manche von diesen wiederum schlägt er selbst den Schiedsrichtern der eingegangenen Wette als zu lösende Rätsel vor. Da wäre das Verschwinden einer Schiffsexpedition rund ein halbes Jahrhundert zuvor. Zur Lösung bietet Holmes nur eine äußerst wahrscheinliche Hypothese an, die aber mangels zu obduzierender Überreste nicht beweisbar ist. Daher lehnt er mit Einverständnis der Wettaufsicht diesen Fall ab. Dr. Julian Brentano, ein junger Schweizer Nervenarzt, trägt ihm gleichzeitig den Fall eines völlig verwirrten Seemannes vor, der auf einer Yacht umgeben von bereits stark verwesten, möglicherweise verstümmelten Leichen aufgefunden wurde. Holmes erkennt, daß der Seemann nichts mit den Todesfällen zu tun haben kann. Die gesamte Besatzung ist mittels Gift ermordet worden. In diesem Fall entscheidet die Wettaufsicht gegen Holmes, da er als Schuldige lediglich drei gleichermaßen Verdächtige anführt.

Sodann hilft er zuerst einer äußerst aparten behaarten Varietékünstlerin aus der Bredouille, bevor er einen für die Polizei unlösbaren Erstickungstod als Unfall mit einem Pferd enttarnt. In mysteriösen Überfällen eines Hasendämons auf Reisende in einer abgelegenen Grafschaft erkennt er ein finsteres Mordkomplott. Die Episode um „die seltsamen Särge“ korrespondiert allerdings trotz des erweckten Anscheins nicht mit dem Titelbild des Bandes. Darin dreht es sich vielmehr um eine fest verschlossene, in einem Abbruchhaus entdeckte vermeintliche Schatzkiste. In ihr findet sich zwar tatsächlich ein Schatz, dieser läßt sich aber rein materiell nicht erfassen und rührt sogar die hartgesottenen Zweifler bzw. Wettgegner von Holmes und Watson zu Tränen.

Um diese Inhaltsangabe nicht gar zu arg ausufern zu lassen, sei nur noch der Übeltäter Khurath Khan alias Dr. deGuille erwähnt, in dem Dr. Watson einen einstign Studienkollegen erkennen muß. Besagter Khan verursacht aus Rachsucht den Tod mehrerer Alpinisten. Auch versucht er, gutgläubigen wohlgestellten Herrschaften, darunter Dr. Brentano und vor allem dessen reicher Gattin, Geld für dubiose sogenannte Forschungen, insbesondere Himalajaexpeditionen, aus der Tasche zu ziehen.

Die sieben mit Titel versehenen Abschnitte des Episodenromans sind mithin lediglich ein grober Raster, öfters werden in einem Kapitel mehr als zwei inhaltlich unzusammenhängende Fälle behandelt. Manche Rätsel, etwa die Nebenhandlung um die Marotten des Dr. Brentano und seine Überzeugung von der bevorstehenden (und seiner Forschung zu verdankenden) Entdeckung einer noch unbekannten menschlichen Spezies (das „Kleine Volk“, wie er es nennt, soll tief unteriridisch oder jedenfalls innerhalb der Erdkruste, auch in Bergen, leben und auf der ganzen Welt Sagen und Märchen von Zwergen, Kobolden etc. angeregt haben), ziehen sich wiederum durch mehrere Kapitel.

Als Lestrade und Holmes zuletzt tatsächlich die sterblichen (?) Überreste eines solchen Wesens aufspüren, zögern sie keinen Moment, alle Beweise zu vernichten.

Anmerkungen Bearbeiten

Dieser Episodenroman läßt sich zumindest relativ in eine Chronologie stellen. Die Handlung um die Wette, die Sherlock Holmes mit dem Zweiflerzirkel eingeht, setzt im Oktober desselben Jahres ein, in dem Barbara Büchners Roman „Sherlock Holmes und das verschwundene Dorf“ spielt, sehr wahrscheinlich 1895.

Allerdings merkt Watson in einem Nebensatz (1. Kapitel) an, er träume davon, eines Tages selbst eine Frau für sich zu finden. Bekanntlich war Dr. Watson seit 1886 (oder 1887/88) bis zu ihrem Ableben (genaues Datum unbekannt, um 1893) mit Mary, geborene Morstan, verheiratet.

In gesonderten „Anmerkungen zu den Hintergründen“ weist die Autorin darauf hin, daß sie vielen der seltsamen Fälle für Sherlock Holmes tatsächlich ungelöste Rätsel aus unserer Welt zugrunde gelegt hat.

Personen Bearbeiten

Meinungen und Kritik Bearbeiten

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