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Die so genannten Struwwelpeter-Morde ereignen sich in dem Pastiche-Roman Lestrade und die Struwwelpeter-Morde.

Es handelt sich um eine grausame Mordserie, deren vermeintlich erstes Opfer im März 1891 im Shanklin Chine gefunden wird.

Nach jedem Mord erhält Inspektor Sholto Lestrade einen Brief mit gereimten Zeilen, die, wie er nach dem Hinweis seines Kollegen Harry Bandicoot erfährt, aus einem deutschen Kinderbuch stammen: dem Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann.

Verlauf der Mordserie Bearbeiten

Ende März 1891: ein unbekannter Toter in einer Höhle im Shanklin Chine - er hat struppiges langes aufrecht stehendes Haar und etwa drei oder vier Zoll lange Fingernägel, der Mörder brachte ihn in eine stehende Position - und orientierte sich scheinbar an der dem Buch den Titel gebenden Figur. Später stellt sich heraus, dass dieser Mord eigentlich nicht zu der Serie gehört, sondern aufgrund seiner merkwürdigen Merkmale zu den anderen Morden "inspirierte". Dieser Mord wird niemals aufgeklärt.

Anfang April 1891: Lord Frederick Hurstmonceux wird von seinen Jagdhunden zerrissen - der Mörder hatte sie zu diesem Zweck abgerichtet und alles so arrangiert, dass sie auf ein bestimmtes, von Hurstmonceux ausgerufenes Wort hin über ihn herfallen - Inspiration holte sich der Mörder aus der Geschichte vom bösen Friederich, der wie Lord Hurstmonceux Tiere quälte

Anfang Mai 1891: Harriet Wemyss wird bei ledendigem Leibe verbrannt, da sie unerlaubt mit Feuer spielte - sie rauchte heimlich. Der Mörder wusste davon und füllte die Toilette mit Petroleum, das sich entzündete, als Harriet auf der Toilette sitzend die glühende Asche ihrer Zigarette los werden wollte - hierfür ließ er sich von der gar traurigen Geschichte mit dem Feuerzeug inspirieren.

Juni 1891: Im Battersea Park in London werden die Leichen von Edward Coke-Hythe, William Spender und Arthur Fitz gefunden - alle drei sind von Kopf bis Fuß mit schwarzer Lackfarbe bedeckt, die zu einem langsamen Erstickungstod führte. Vorlage dafür war die Geschichte von den schwarzen Buben.

Juli 1891: In der Grafschaft Warwickshire wird in einem Brunnen die Leiche von Albert Mauleverer gefunden. Der passionierte Jäger und gute Schütze wurde erschossen. Vorlage für diesen Mord ist die Geschichte vom wilden Jäger.

September 1891: Detective-Sergeant John Forbes wird durch einen Boten ins East End von London gelockt, wo er erstochen wird und der Mörder ihm beide Daumen abschneidet. Die Vorlage dafür findet sich in der Geschichte vom Daumenlutscher.

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